Es soll Kollegen geben, die sich als Spürhunde für Probleme und als Helden bei deren Lösung hervortun. Klingt nach wirklich guten Eigenschaften.
Im Harvard-Business-Manager[] fand ich einen Artikel, der diese eifrigen Kollgen als möglicherwiese am Münchhausen-Syndrom erkrankt identifiziert. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Probleme selbt verursachen, um danach als Experten für deren Lösung aufzutreten.
So werden falsche Informationen und Ergebnisse durch die Hintertür eingebracht. Die dadurch entstehenden Probleme werden zielsicher vom Verursacher selbst aufgespürt. Heroisch werden die richtigen Informationen geliefert. Und alle loben den hilfreichen Kollegen.
Also Vorsicht, wenn
- ein Kollege besonders oft Probleme aufspürt und gleich mit der Lösung aufwarten kann
- sich jemand bei der Lösung partout nie helfen lassen möchte (um die Hintergründe zu verschleiern)
- häufig auftretende Probleme in der Abwesenheit des Kollegen ausbleiben
Quellen:
October 28th, 2009 in
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Bei den ‘Tagesthemen-Awards’ hat in der Kategorie ‘Schlussstück’ ein Beitrag gewonnen, der das Thema Team in besonders beindruckender Weise aufgreift – ‘Teambildung: Der Weg des Putzens’[]. Ein Firmenchef putzt täglich mit eigenen Händen die Toiletten in seinem Unternehmen. Anfangs alleine, mittlerweile machen die Angestellten eifrig mit. Dabei handelt es sich nicht um ein Sparprogramm, sondern um die Lebensphilosophie des Firmenchefs.
Durch den direkten Kontakt der Haut mit dem Schmutz werde die Bescheidenheit erhalten. Das gemeinsame Putzen habe die Mitarbeiter näher zusammen gebracht.
Zum Nachdenken hier eine Aussage aus dem Video:
Ich wünsche mir eine harmonische Gesellschaft. Dazu muss jeder weniger an seine Rechte, und mehr an seine Pflichten denken. Aber heute wollen viele immer mehr Rechte, dabei erfüllen sie kaum ihre Pflichten.
Shuzaburo Kagiyama, der putzende Firmenchef
Quellen:
September 9th, 2009 in
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Bei karrierebibel.de[] finden sich ein Artikel, der sich auf eine Studie zur Zusammenarbeit über die Generationen hinweg bezieht. In der Studie wurde 4 Jahrgangsgruppen untersucht.
Ein Ergebnis der Studie ist, dass 63% der befragten Arbeitnehmer Teams für produktiver halten, wenn sie aus allen Jahrgangsgruppen gemischt sind. Die Erklärung dafür ist, dass mit Anteilen von 85%-91% das persönliche Gespräch als bevorzugte Kommunikationsform gesehen wird. Und das in Zeiten von (virtuellen) Social Networks!
Damit die jeweiligen Altersgruppen gemäß ihren Stärken und Schwächen im Team richtig eingesetzt werden können, gibt es in den genannten Artikeln eine Tabelle mit den entsprechenden Zuschreibungen. Richtige Überraschungen sind die Ergebnisse nicht, wenn man sich den Zeitgeist der entsprechenden Jugendjahre jeder einzelnen Gruppen vor Auge führt.
Woran zu arbeiten wäre: die Generation X (Jahrgänge 1965-1978) gilt als faul (die Null-Bock-Generation eben) und die Generation Y (Jahrgänge 1979-2000) als antriebsarm (die Bespaßung fordert ihren Tribut). Möge uns die durchsetzungsstarke und engagierte Boomer-Generation noch eine Weile erhalten bleiben.
Ein abschliessender Hinweis: für real existierende Personen in einem Team können die Abweichungen von den erhobenen Stärken und Schwächen so groß werden, dass man mit der Schablone nicht angemessen arbeiten kann.
Quellen:
September 2nd, 2009 in
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Jeder hängt mal durch. Und es ist eine lobenswerte Sache, wenn ein Team auch Mitglieder tragen kann, die durch schwierige Zeiten gehen. Was aber, wenn sich daraus Umgangsformen im Team chronifizieren?
Nehmen wir das Beispiel einer Kollegin, die sich vor einigen Monaten von Ihrem langjährigen Partner getrennt hat. In der akuten Phase war sie unkonzentriert und wenig belastbar. Im Team gab es viel Verständnis für ihre Situation, man nahm ihr Arbeiten ab und hielt jede Kritik zurück. Schliesslich war sie ja auch so schon immer den Tränen näher als dem sonst von ihr bekannten freundlichen Lachen.
Darüber war nun schon einige Zeit vergangen. Aber die Kümmernisse bei der Kollegin wollten nicht enden. Zuerst gab es die Probleme mit dem Umzug, dann traf sie den Ex mit einer Anderen, dann stand das gemeinsame Haus zum Verkauf…
Mittlerweile begannen einzelne im Team, die Arbeitsbelastung als ungerecht anzumahnen. Dabei wurden sie natürlich von denen zurück gepfiffen, die noch auf der Seite des uneingeschränkten Verständnisses waren. Und so bildete sich die Regel heraus: die Kollegin ist von jeder belastenden Aufgabe und von Kritik zu verschonen.
So wurde aus der wenig belastbaren Kollegin ein in der Ohnmacht mächtiges Teammitglied. Sie hatte sich in ihrer Unantastbarkeit eingerichtet. Es gab einige Versuche, sie wieder an den ursprünglichen Aufgabenumfang mit der üblichen Anforderung an Qualität und Zuverlässigkeit heran zu führen. Und alle endeten darin, dass sie sich unter den einfühlsameren Teammitgliedern Verstärkung suchte – und diese auch fand. Bis am Ende das Gerücht umging, man wolle die persönliche Situation der Kollegin nutzen, um sie aus dem Team zu mobben.
Wie konnte es soweit kommen? Wie kann eine solche Situation im Team vermieden werden? Und wie kann trotzdem eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung funktionieren?
Die größte Herausforderung für ein Team ist, immer wieder die Regeln der Gemeinschaft offen zu besprechen. Hier wäre es nach der ersten Hilfsaktion im Team notwendig gewesen, zu klären, wie die konkrete weitere Hilfe für die Kollegin aussieht. Und auch, wie lange diese bestehen soll. Dafür notwendig ist die Antenne für die Situation, der Mut, dieses Thema auf die Tagesordnung zu nehmen, und die konstruktive Suche nach tragfähigen Lösungen.
Mit fortschreitender Zeit wird es erst für das Team und dann auch für den Teamleiter schwieriger, konstruktiv mit solchen Themen umzugehen. Die gute Eigenschaft des Teams, sich gegenseitig zu Unterstützen, darf nicht in falscher Bescheidenheit als selbstverständlich verschwiegen bleiben. Hier gilt: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.
September 1st, 2009 in
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